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Mehr Zeit für Kunden: KI im Werbeverkauf
Vom Lead bis zum Follow-up
Montag, 8:15 Uhr. Morgen steht der Termin beim Autohaus Müller an. Ein Briefing gibt es noch nicht. Die Website des Kunden ist nur halb durchgeklickt. Eine Spot-Idee fehlt ebenfalls. Und das Angebot vom letzten Freitag wartet noch auf den Nachfasser.
Früher hieß das: Tabs auf, Google Maps, Matomo, Excel, Word, E-Mail. Jedes Tool einzeln und jede Zahl von Hand übertragen. Am Ende bleibt wenig Zeit für das, was Umsatz bringt: das Gespräch mit dem Kunden.
Heute geht es anders. Sally Sales ist die KI-Assistentin für den Radio-Vertrieb. Sie übernimmt die Vorarbeit, damit Du mehr Zeit für Gespräche hast. Entscheiden, verhandeln und abschließen bleibt Deine Aufgabe.
Was hält Sales-Teams im Alltag wirklich auf?
Wer im Radio-Werbeverkauf arbeitet, kennt das:
- Kaltakquise kostet Stunden, bevor das erste Telefonat stattfindet.
- Einwände wie „Was bringt mir Radio?", „Ist das messbar?" oder „Google und Meta sind günstiger" verlangen gute Argumente und aktuelle Zahlen.
- Angebote, Anschreiben und Protokolle sind zeitraubende Fleißarbeit.
- Reporting bedeutet: Zahlen aus mehreren Quellen zusammensuchen und aufbereiten.
- Nachfassen rutscht im Tagesgeschäft nach hinten.
Es ist immer das Gleiche: Die Vorbereitung dauert zu lang, und der Kunde wartet.
Warum ist Sally mehr als ein Textgenerator?
Ein Chatbot kann Texte schreiben. Im Vertrieb brauchst Du aber Fakten, Zahlen, Audio und fertige Dokumente. Hier liegt der Unterschied der Radio Creator AI-Tools: Die Sprachmodelle arbeiten nicht isoliert, sondern greifen auf rund 100 Werkzeuge zu, die speziell für die Medienproduktion entwickelt wurden.
Sally nutzt dafür unter anderem:
- Google Maps und Internet-Recherche
- Website-Daten, Matomo und Webradio-Reports
- Wetter, Feiertage und Schulferien
- einen wissenschaftlichen Taschenrechner
- Charts
- Word, PDF und Excel
- KI-Stimmen und Audio-Tools
Du musst diese Werkzeuge nicht selbst bedienen. Du beschreibst, was Du brauchst. Sally wählt die passenden Schritte aus und nutzt das Ergebnis des einen Schritts für den nächsten. Erst dadurch wird KI im Vertrieb zum echten Arbeitsinstrument. Sie liefert dann nicht nur Ideen, sondern belegbare Daten, hörbare Muster und versandfertige Unterlagen.
Der gesamte Verkaufsprozess läuft in einem einzigen Chat:
| Schritt | Was Sally tut | Werkzeuge im Hintergrund |
|---|---|---|
| 1. Lead | Recherchiert passende Unternehmen und Akquise-Anlässe | Google Maps, Internet-Recherche, RSS-Feeds, Excel |
| 2. Briefing | Bereitet Termin und Pitch vor, beantwortet Einwände | Website-Analyse, Matomo, Webradio-Report |
| 3. Idee | Entwickelt Kampagnenrichtungen, Slogans und Spottexte | Feiertage, Wetter, Taschenrechner (Sprechdauer) |
| 4. Hörbeispiele | Produziert den Spot in zwei Varianten | KI-Stimmen, Musikbett, Audio-Produktion |
| 5. Angebot | Vergleicht Varianten und erstellt das Dokument | Taschenrechner, Charts, Word/PDF |
| 6. Follow-up | Schreibt Protokoll, Follow-up-Mail und Nachfasser | Dateien erstellen, Todo-Liste |
Sally Sales entwickelt Ideen für eine Radio-Kampagne.
Wie sieht das konkret im Sales-Alltag aus?
Fall 1: Neue Kunden finden, ohne Listen zu wälzen
Du willst eine Branchen-Kampagne verkaufen und brauchst Ansprechpartner. Sally recherchiert Unternehmen inklusive Adresse, Website, Bewertung, Öffnungszeiten und Maps-Link. Sie wählt die fünf aussichtsreichsten Kandidaten aus und begründet die Auswahl. Auf Wunsch bekommst Du die komplette Liste als Excel. Zusätzlich sucht sie aktuelle Anlässe wie Neueröffnungen, Jubiläen, Mitarbeitersuche oder Expansionen. Das gibt Dir einen konkreten Gesprächseinstieg.
„Alle Autohäuser im Umkreis von Fulda, mit Filialzahl und Bewertung."
„Neueröffnungen und Jubiläen in Hildesheim diese Woche als Gesprächsanlass."
Fall 2: Vorbereitet in den Termin, auch bei Einwänden
Sally erstellt ein einseitiges Kurzbriefing mit dem Wichtigsten in drei Sätzen, einem Aufhänger, drei Radio- und Digital-Ideen, möglichen Einwänden samt Antworten und offenen Fragen an den Kunden. Sie prüft die Kunden-Website und macht daraus einen Gesprächsanlass. Wenn Du Argumente brauchst, holt sie aktuelle, datierte Zahlen zu Website, Webradio und Matomo und nennt immer Quelle und Zeitraum.
„Briefing für den Termin morgen mit Autohaus Müller, Website: [Adresse]."
„Der Kunde sagt: ‚Google und Meta sind günstiger.' Gib mir 3 ehrliche, belegbare Antworten in meinen Worten und eine Rückfrage, mit der ich das Gespräch weiterführe. Keine erfundenen Studien."
Sally erfindet keine Wirkungsstudien. Fehlt eine Zahl, schreibt sie „nicht auffindbar" oder „bitte ergänzen".
Sally produziert Spots in verschiedenen Varianten.
Fall 3: Vom Kampagnenkonzept zum Hörbeispiel
Wenn der Kunde Interesse zeigt, entwickelt Sally drei Kampagnenrichtungen, zum Beispiel Abverkauf, Probefahrt oder Markenbekanntheit. Jede Richtung kommt mit Kernidee, Slogan, Spottext und Social-Teaser. Ein Kampagnenkalender mit Feiertagen, Schulferien und Wetter zeigt Dir, wann Du welche Branche ansprechen kannst, etwa Eis und Freibad bei einer Hitzewelle. Danach produziert Sally den Spot in zwei Varianten, sachlich und emotional, mit KI-Stimme und Musikbett. Ein hörbarer Spot überzeugt im Pitch oft mehr als ein Textentwurf.
„Entwickle ein Kampagnenkonzept für ein Küchenstudio in Kassel. Anlass: Hausmesse im November. Liefere 3 Richtungen mit Kernidee, Slogan, 30-Sekunden-Spottext und Social-Teaser. Prüfe die Spottexte auf Wortzahl und Sprechdauer."
„Zwei Varianten des Spots für das Autohaus: einmal sachlich mit männlicher Stimme, einmal emotional mit weiblicher Stimme."
Sally zeigt Dir zuerst Text oder Konzept. Bilder, Stimmen und Audio produziert sie erst nach Deiner Freigabe. Du kannst Spottexte vorab von vier simulierten Hörer-Personas bewerten lassen. Das ist ein erstes Feedback, ersetzt aber keinen Test mit echten Menschen.
Sally ruft Daten aus verschiedenen Quellen ab, stellt sie übersichtlich dar und ordnet ein.
Fall 4: Zahlen, die Entscheidungen tragen
Welche Kunden tragen den Umsatz? Wo liegt Potenzial? Sally rechnet mit dem Taschenrechner nach, statt zu schätzen. Das gilt für ABC-Analyse, Forecast mit Gütemaß (r²), Angebotsvergleich mit gewichtetem Score und Kampagnen-Report. Die Ergebnisse bekommst Du als Tabelle oder Diagramm, auf Wunsch als PDF.
„Hier ist meine Kundenliste mit Jahresumsatz (Excel im Anhang). Mach eine ABC-Analyse, zeig sie als Tabelle und Diagramm und sag mir, bei welchen A- und B-Kunden Upsell-Potenzial besteht."
„Erstelle einen Report für die Kampagne von [Kunde] im Zeitraum [von-bis]. Weise Radio-Kontakte, Website-Daten, Webradio-Daten und Social-Zahlen getrennt aus. Formuliere vorsichtig, ohne Kausalität zu behaupten."
Ein Beispiel aus den AI-Tools zeigt, wie das aussieht. Eine Kundenliste mit Jahresumsatz und Buchungen wurde per k-means automatisch in drei Segmente eingeteilt:
| Segment | Ø Umsatz | Ø Buchungen/Jahr | Kunden | Profil |
|---|---|---|---|---|
| Premium-Kunden | ca. 76,5 T€ | ca. 29,5 | 6 | Umsatzstärkste, hochfrequente Bucher |
| Stammkunden | ca. 28,5 T€ | ca. 12,5 | 8 | Solide Mitte, regelmäßige Buchungen |
| Gelegenheitskunden | ca. 6,0 T€ | ca. 3,0 | 16 | Kleines Budget, sporadische Buchungen |
Daraus folgt: Premium-Kunden pflegst Du persönlich. Bei Stammkunden lohnt die Frage nach zusätzlichen Bausteinen. Gelegenheitskunden sprichst Du mit Anlässen wie Saison oder Aktion an.
Sally nutzt KI-Funktionen wie Cluster-Segmentierung. Das Ergebnis stellt sie in einem Scatter-Plot dar.
Welche Tipps bringen sofort bessere Ergebnisse?
- Nenne Kunde, Branche, Ort und Anlass. „Hausmesse im November" liefert bessere Ideen als „irgendwas für Möbel".
- Sag, was am Ende herauskommen soll: Tabelle, Excel, Word, PDF, E-Mail oder Spottext.
- Liefere Preise und Konditionen selbst. Sally nutzt nur Werte, die Du ihr gibst.
- Verkette die Schritte. Ein Prompt kann mehrere Aufgaben bündeln.
„Mach daraus ein Briefing, dann drei Spotideen, dann ein Hörmuster."
Wenn Du nicht weißt, wo Du anfangen sollst, schreib Sally einfach: „Was kannst du alles für mich tun?" Du hast es eilig? Dann schreib „Mach direkt", und Sally produziert ohne Zwischenfreigabe.
Der Einstieg in etwa einer Stunde: Wähle eine Branche in einer Region und lass Sally den ganzen Weg gehen.
„Starte den Mini-Pilot: Branche Küchenstudios, Region Rhein-Main. 1) Erstelle eine geprüfte Lead-Liste mit 10 Unternehmen. 2) Wähle die 3 besten und schreibe je ein Kurzbriefing. 3) Entwickle für den besten Lead zwei Spottext-Varianten und zeig sie mir zur Freigabe. 4) Danach produzierst du zwei Hörmuster und erstellst eine einseitige Angebotsvorlage."
Wichtig für die Praxis: Alles, was Sally liefert, ist ein Entwurf. Prüfe Kontaktdaten, Fakten, Preise und Texte vor dem Kundenkontakt. Lass rechtlich Heikles intern freigeben. Schick ihr Zahlen als Export oder Screenshot, dann wertet sie sie aus. Wenn Du Gespräche aufnimmst, achte auf die Einwilligung der Beteiligten.
Für wen lohnt sich Sally besonders?
- Medienberater im Außendienst, die schnell Leads, ein Briefing und zwei Hörmuster für den Pitch brauchen und unterwegs per Sprachnotiz Protokoll und Follow-up-Mail erzeugen.
- Den Sales-Innendienst, der Angebote als Word oder PDF erstellt, Anschreiben formuliert und nachfasst, ohne dass Aufgaben untergehen.
- Vertriebsleitungen, die mit ABC-Analyse, Segmentierung, Forecast und Kampagnen-Report nachvollziehbare Entscheidungen treffen wollen.
- Neue Kolleginnen und Kollegen, die mit Sally Einwände üben und für Briefing, Angebot und Protokoll feste Strukturen bekommen.
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